Der Verein der Freunde und
Züchter des Pferdes Reiner Spanischer Rasse
Neben der Aufgabe, die Reine Spanische Rasse in Deutschland bekannt zu machen, hat der Verein folgende konkrete Zielsetzung: Es soll jedem Stutenhalter hierzulande ermöglicht werden, mit originalen spanischen Papieren weiterzuzüchten. D.h. das Stutbuch wurde bis 2006 ausschließlich im spanischen Verteidigungsministerium in Madrid geführt, in einer Abteilung, die "CRIA CABALLAR" (Pferdezucht) genannt wird. Seit Januar 2007 wird das Stutbuch von der spanischen Züchtervereinigung ANCCE weitergeführt. Von dort werden an Vereine verschiedener Länder, die die nötige Infrastruktur vorweisen können, exklusiv die Vertretungsrechte vergeben. Nur dieser Verein ist damit berechtigt, in dem jeweiligen Land die Dokumentation der Pferde einzufordern und an den spanischen Stutbuchführer weiterzuleiten, bzw. die dort ausgestellten Zuchtpapiere an seine Mitglieder zu verteilen. Derzeit gibt es solche Vereine in den mitteleuropäischen Ländern, fast allen mittelamerikanischen und in Nordamerika. Die Gesamtheit dieser ausländischen Vereine ist zusammen mit dem spanischen Nationalverband ANCCE im Weltverband FICCE zusammengeschlossen. Das Mutterland Spanien bestimmt ohne Einflußnahme der Ausländer in einem Gremium, das sich etwa zu gleichen Teilen aus Vertretern des Verteidigungsministeriums und des Nationalverbandes zusammensetzt, den Rassestandard und das Reglement der Eintragungen, Körungen und Zuchtschauen. Wobei sie natürlich sich im Rahmen der heute geltenden europäischen Gesetze und Verordnungen bewegen müssen.
Da das Stutbuch geschl
ossen ist und es sich um eine sogenannte "reine"
Rasse handelt, wurde die Identifikation eines jeden einzelnen
Pferdes in den letzten Jahren bis zum Maximum der Möglichkeiten
getrieben: Jedes Fohlen muß, um überhaupt registriert zu werden, sprich einen Fohlenschein (certificado de inscripcion) zu
bekommen, bereits nach der Geburt von einem vom spanischen Stutbuchführer
zugelassenen Tierarzt mit einem
Wirbeldiagramm identifiziert werden. Hierbei wird auch der Microchip gesetzt und
die Probe für die DNA-Analyse genommen. Durch Vergleich
mit der DNA der Eltern wird die benannte Abstammung nachgewiesen. Erst wenn all
diese Bedingungen erfüllt sind, wird das Fohlen eingetragen.
Ab dem Erreichen des dritten Lebensjahres kann das Pferd dann zur Körung vorgestellt werden. In der Basiskörung, die bereits die allgemeine Zuchterlaubnis beinhaltet, wird das Pferd durch autorisiertes Personal in allen Punkten vermessen. Gekört wird, wenn keine Abkörungsgründe wie Kipphals, Wackelhals, Unterschreitung des geforderten Stockmasses oder Missbildungen vorliegen. Erst ein gekörtes Pferd bekommt vom Stutbuchführer volle Papiere ausgestellt (certificado de reproductor) und damit die Zuchterlaubnis. Ein Pferd ohne dieses Papier ist zwar mit seinem Fohlenschein als reinrassig ausgewiesen, seine Nachkommen können aber nicht mehr eingetragen werden. Das Stutbuch ist, wie gesagt geschlossen und es gibt keinerlei Möglichkeit über Umwege oder einige Generationen hineinzukommen. Daß jedes Spanische Pferd im Ausland absolut strikt dem gleichen Reglement unterliegt wie in Spanien selbst, hat für uns den enormen Vorteil, die originalen Papiere wirklich im Sinne eines Qualitätssiegels führen zu können: Sie stellen erstens einen 100%igen Abstammungsnachweis dar und beweisen zweitens, daß das jeweilige Pferd nach Maßstäben des Stutbuches dem geforderten durchschnittlichen Qualitätsstandard entspricht. Dies ist besonders für ausländische Käufer, die ja unmöglich sehr gut in die Rasse eingesehen sein können, ein wichtiger Faktor. Durch diese Tätigkeit unseres Vereines können wir sicher sein, daß die Zucht und Selektion der Rasse hier in Deutschland nach den gleichen Bedingungen wie im Mutterland betrieben wird. Ein wichtiges Kriterium für die Zucht der Reinen Spanischen Rasse in Deutschland: